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Erfahre in diesem Blogbeitrag, wieso viele in dieser Ausnahmesituation nicht gut und erholsam schlafen und 10 Tipps, was du dagegen tun kannst.

Infektionszahlen, Ausgangsbeschränkungen, Existenzängste, Einsamkeit, Sorgen um dich und andere, die Änderung des Alltags und vor allem viel Ungewissheit, all das hat Auswirkungen auf deinen Schlaf. Die Gründe für schlechten Schlaf sind individuell und vielfältig, die Auswirkungen ebenso. Von schlechten Träumen, fehlender Erholung hin zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Kopfschmerzen. Besonders im Moment leiden mehr Menschen als sonst unter Schlafproblemen und deren Konsequenzen. Dabei ist gerade in Ausnahmesituationen wie der Pandemie erholsamer Schlaf nicht nur wichtig zur Stressreduktion, sondern dient auch als Präventionsmittel. Denn, wer gut schläft, ist weniger krankheitsanfällig. Lies weiter und erfahre, wie du in dieser Zeit trotzdem oder weiterhin gut schläfst.

Was in den letzten Monat mit unserem Schlaf passierte

Eine im Fachmagazin „Sleep Medicine“ veröffentlichte Studie hat ergeben, dass seit Mitte März mehr Menschen deutlich schlechter schlafen und Ängste haben. Die Donau Universität Krems verzeichnet gar einen drei- bis fünffachen Anstieg der psychischen Symptome für Depression, Ängste oder Schlafprobleme. Der schlechtere Schlaf zeigt sich an Durchschlafstörungen und Albträumen.

Aber auch Positives gibt es zu berichten: Viele schlafen nun öfter ihrem natürlichen Schlafrhythmus entsprechend, da ihr Alltag ungestörter von Arbeits- oder Schulterminen geprägt ist, die fixe Zeiten vorgeben.

Möchtest du deinen Schlaf während Corona verbessern oder erholsam halten?

10 Tipps, was du in der Krise für einen perfekten Schlaf tun kannst

1.  Manage deinen Nachrichtenkonsum

Fakten mindern Ängste. „Fake news“ und das permanente Verfolgen neuer Zahlen kann dich jedoch in einen Gedankenstrudel reißen. Nutze daher nur Nachrichtenkanäle, die gesicherte Informationen verbreiten und limitiere die Zeit, in der du Nachrichten konsumierst. Z.B. jeden Morgen oder jeden Abend einmal und widme dich dann wieder deinem Alltag.

2.  Gib dir Zeit

Unbewusstes findet einen Weg. Nimm dir daher Zeit und Raum, dich deinen Ängsten zu stellen, statt sie immer nur vor dir herzuschieben, sonst kriechen sie in dein Unterbewusstsein und deinen Schlaf. Die Folge sind Albträume. Setz dir einen Timer, z.B. für nach deinem Nachrichtenkonsum, und investiere diese Zeit, um deine Ängste zu spüren und bewusst zu atmen. Läutet der Timer, ist es Zeit für Schöneres.

3.  Sieh das Positive

Positive Gedanken tun gut. Konzentriere dich auf das Schöne. Schreibe täglich eine Dankbarkeitsliste, sieh dir beim Spaziergang die Natur an, hör gute Musik oder genieße dein Essen mit allen Sinnen. So gibst du Körper und Geist einen Boost!

4.  Bleib aktiv

Wer körperlich in Bewegung bleibt, steckt die Krise besser weg. Wie gut körperliche Bewegung auf Psyche und Physis ist, liest du hier.

5.  Pflege deine Rituale

Traditionen und fixe Abläufe erleichtern einen ansonsten turbulenten Alltag. Leg dir Rituale zurecht, oder kreiere neue. Das gibt dir Sicherheit, strukturiert deinen Alltag und wirkt negativen Gedanken, vor allem vorm Zubettgehen, entgegen.

6.  Setze deine Energie richtig ein

Ermächtige dich! Wirke der Hilflosigkeit und Unplanbarkeit entgegen, indem du deine Zeit und Kraft dort investierst, wo du Einfluss hast. Was kannst du in dieser Situation ändern? Konzentriere dich darauf, anstatt dich über Anderes zu sorgen. Gestalte deine Wohnräume nach deinen Vorstellungen, lerne Brotbacken, werde fit, lies die Bücher, die sich schon stapeln, sortiere Akten, Kleidung oder Krimskramsorte oder lerne zu entspannen. Schon Don Quijote musste einsehen, dass es keinen Sinn hat, gegen Windmühlen zu kämpfen.

7.  Hilf anderen

Wer anderen hilft, ist zufriedener. Geh doch für jemanden aus der Risikogruppe einkaufen oder spende an jene, die besonders hart von der Krise getroffen wurden. Das hilft dir und anderen. Du wirst sehen, wie gut du dich dadurch fühlst und wie viel besser du abends einschläfst.

8.  Bleib in Verbindung

Wer mit seinem sozialen Umfeld in Verbindung bleibt, ist gesünder und schläft besser. Auch, wenn persönlicher Kontakt im Moment nicht möglich ist, gibt es viele andere Möglichkeiten: (Video-) Telefonieren, ein Online-Spieleabend, Postkarten schicken, kontaktlose Zustellung von Selbstgebackenem, Blumen versenden, eine persönlich zusammengestellte Playlist verschicken, etc. Werde kreativ und bleib in Kontakt!

9.  Rede darüber

Reden hilft oft, sich besser zu fühlen und Perspektive zu bekommen. Entweder, du telefonierst mit deinen Lieben, oder du nimmst Hilfe in Anspruch. Rat auf Draht (für Jugendliche): Notruf 147 und online, Telefonseelsorge Österreich: Notruf 142 oder das Plaudernetz: 05 1776 100, Kummernummer: 116 123. Alle diese Hotlines sind kostenlos!

10.  Reflektiere

Neue Blickwinkel bringen Perspektive. Auch wenn der Anlass unschön ist, nimm diese Zeit als Gelegenheit, deinen Alltag und deine Routinen zu hinterfragen. Was kannst du in Zukunft weiterführen, was dir in der Krise guttut und was wirst du in Zukunft mehr wertschätzen, was früher selbstverständlich war? Z.B. ist der tägliche Spaziergang etwas, was du weiterführen willst und die KollegInnen im Büro wirst du umso mehr schätzen?

Ich hoffe, du findest hier den ein oder anderen Tipp, um auch in dieser Krise gut und erholsam zu schlafen. Auch für jene, die von keinen Schlafstörungen betroffen sind oder wenn wieder Lockerungen im Alltag eintreten, zahlt es sich aus, diese Tipps zu beherzigen! Im nächsten Blogbeitrag erfährst du die Tücken und Vorteile des Home-Office und wie sich die neue Arbeitswelt auf deinen Schlaf auswirkt.

Wenn du bis dahin Fragen an mich hast, kontaktiere mich gerne!