Mit kleinen Helfern zur guten Nacht

Mit kleinen Helfern zur guten Nacht

Wer kennt nicht das ein oder andere Hausmittelchen, das zu besserem Schlaf führen soll? Gerade bei leichten Einschlafproblemen helfen sie oft gut. Außerdem stören sie deinen natürlichen Schlafrhythmus nicht und haben keine negativen Nebeneffekte. Sie sind frei verkäuflich, machen nicht abhängig und sind im Vergleich zu Medikamenten viel günstiger.

Aber was gibt es alles und was wirkt? Ein kleiner Überblick:

Schlummertrunk

Warme Milch mit Honig wird schon seit Generationen als Einschlafhilfe eingesetzt. Das in der Milch enthaltene Tryptophan hilft bei der Bildung des Hormons Serotonin, was wiederum vom Körper zum Schlafhormon Melatonin umgebaut wird. Aber auch die moderne vegane Variante, die Goldene Milch, kann da mithalten. Außerdem schmeckt so ein Schlummertrunk gut und kann als Ritual vor dem zu Bett gehen zusätzlich wirken.

Für die traditionelle Variante erwärmst du Milch mit etwas Honig. Simpel, effektiv und lecker.

So geht die moderne und vegane Variante:

300ml Pflanzenmilch zusammen mit einem Stück Kurkuma oder einem Esslöffel Kurkumapulver, einem ca. 2cm großen Stück Ingwer, einer Prise Zimt, einem halben Teelöffel Kokosöl und einer Prise frisch gemahlener Muskatnuss vermischen. Wahlweise mit pürierten Datteln oder Agavendicksaft süßen.

Alternativ kannst du auch warme Mandelmilch mit Vanille probieren.

100g Mandeln enthalten übrigens 170mg Tryptophan, daher ist ein Mandeldrink eine gute Milchalternative.

Der Zucker, egal ob in Form von Honig, Datteln oder Agavendicksaft, ist nötig, um Tryptophan im Hirn schnell in Serotonin umzuwandeln. Und süß schmeckt der Drink gleich noch besser.

Auch wenn es keine wissenschaftlichen Beweise für die Wirkung von einem Glas des Schlummertrunks abends gibt, schwören viele auf die Wirkung. Vielleicht einfach, weil die Wärme und die Sättigung wohltuend sind.

Kräuterkissen

Nicht nur versprühte Aromaöle helfen beim Einschlafen, sondern auch der Duft von Kräutern in ihrer ursprünglichen Form. Ideal sind dabei Lavendel, Baldrian, Passionsblume, Johanniskraut, (Zitronen-) Melisse und Hopfen. Du kannst leicht dein eigenes Kräuterkissen machen! Entweder du füllst ein bestehendes Kissen oder ein kleines Stoffsäckchen mit den oben genannten Heilkräutern, du gräbst deine Nähkenntnisse aus oder du füllst einen einzelnen Socken mit den Kräutern, drehst ihn am oberen Ende zu und schlägst den Gummi unter der Kräuterfüllung ein.

Am besten legst du dein Kräuterkissen dann neben deinen normalen Kopfpolster, um den milden Duft beim Einschlafen zu riechen.

Pflanzliche Schlafmittel

Auch abseits von Öl und Kissen können viele Pflanzen in Form von Tee, Kapseln, Tabletten oder Pulver als Einschlafhilfe eingesetzt werden. Besonders Lavendel und Baldrian sind aufgrund ihrer beruhigenden Wirkung beliebt und oftmals Hauptbestandteil pflanzlicher Schlafmittel. Auch alle anderen Kräuter, die schon im Kräuterkissen zum Einsatz kommen, sind häufig enthalten und verstärken die Wirkung. Die pflanzlichen Helfer machen nicht abhängig, wirken jedoch auch nicht so schnell wie Medikamente. Hier ist Regelmäßigkeit und Geduld gefragt. SchlafexpertInnen empfehlen, pflanzliche Schlafmittel über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen anzuwenden, um ihre Wirkung festzustellen.

Supplemente

Du kannst deinen Körper auch mit einigen Mikronährstoffen dabei unterstützen, zur guten Nacht zu gelangen. B-Komplex Vitamine, Magnesium und Zink spielen hier die Hauptrolle. B3, B6, B9 und B 12 helfen bei der Umwandlung von Tryptophan in Serotonin, was wiederum für das Schlafhormon Melatonin wichtig ist. Vor allem in rotem Fleisch, Eiern, Fisch, Spirulina, Mandeln und Kürbiskernen sind B-Vitamine enthalten.

Magnesium hilft beim Entspannen und ich empfehle dir Magnesium Citrat oder Magnesium Glycinat zu nehmen, da sie am hochwertigsten sind und am besten von deinem Körper verwertet werden können Probiere aus, wie viel für dich am besten ist. Die Empfehlung liegt zwischen 200 und 500mg pro Tag. Keine Sorge, du kannst hier nichts falsch machen.

Zink unterstützt die Melatoninproduktion und zwischen 7 und 10mg pro Tag sind ideal. Wer sehr viel Sport treibt, verliert über den Schweiß Zink und sollte besonders auf die Zufuhr achten. Über 30mg sollten es jedoch nicht werden.

Oftmals treten Schlafprobleme temporär auf, und du kannst ihnen mit diesen natürlichen Helfern entgegenwirken. Dafür musst du nur in die Apotheke, Drogerie oder deinen Vorratsschrank schauen.

 

Das nötige Hintergrundwissen und die erwähnten Studien zum schlaffördernde natürliche Mittel findest du alle hier.

 

Im nächsten Blog erfährst du mehr über die positiven Effekte von Sport und Bewegung auf deinen Schlaf und wann es die beste Zeit ist um sich sportlich zu betätigen um einen erholsamen Schlaf zu bekommen.

 

Wenn du nach der Umsetzung aller Tipps immer noch keinen ruhigen Schlaf findest oder weitere Tipps brauchst, und ein individuelles Coaching mit mir vereinbaren möchtest, dann mach dir doch einen persönlichen Termin mit mir aus.

 

 

 

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